3. MUDs
Um die verschiedenen soziologischen Aspekte der Kommunikation und des Rollenverhalten in MUDs verstehen zu können, muß zunächst genauer beschrieben werden, was ein MUD genau ist und wie es funktioniert. Außerdem werden die Besonderheiten des MUD Xyllomer beschrieben und soziologisch betrachtet.
3.1.1 DefinitionMUD ist, wie schon erwähnt, die Abkürzung für Multi User Dungeon (auch Multi User Domain genannt). Die wörtliche deutsche Übersetzung wäre "Mehrbenutzer-Verliese" ist aber irreführend. "Online-Phantasiespiele" ist deswegen die Bezeichnung, die sich im Deutschen eingebürgert hat. [Roger Harrison in "Multi User Dungeons"]
MUDs sind eine Computerversion von sogenannten Pen&Paper-Rollenspielen wie z.B. AD&D (Advanced Dungeons & Dragons).
Ein MUD kann als virtual reality (Virtuelle Realität) bezeichnet werden. Hier darf man sich jedoch keine futuristischen Cyberspace-Welten vorstellen. MUDs sind rein textbasiert und haben nur minimale Systemanforderungen.
3.1.2 Wie funktioniert ein MUD
MUDs werden gerne als "prähistorische Internet-Anwendung" bezeichnet, da sie sich auf reines Textformat beschränken. Es gibt weder grafische noch akustische Effekte. [
In manchen MUDs gibt es inzwischen farbige Hervorhebungen von Text, jedoch keine richtigen Grafiken.]Ein MUD läuft auf einem Rechner, der an das Internet angeschlossen und meist permanent online ist. Von überall aus kann man sich mit einer einfachen Telnet-Verbindung [
Programm zur Datenübertragung im Internet] dort einloggen. Man wird zunächst nach Namen (nicht dem echten Namen, sondern nach einem selber zu wählenden nickname/Pseudonym) und Paßwort abgefragt und befindet sich dann im Spiel.
Räume, Objekte und Monster
In jedem MUD gibt es (je nach Größe des MUDs) tausende von Räumen. Von einem Raum zum anderen bewegt man sich mit Hilfe der Angabe von Himmelsrichtungen. In jedem Raum gibt es verschiedene Objekte und "Monster". Manche Objekte kann man aufnehmen, einige nur anschauen.
Monster ist der Überbegriff für alle sogenannten Nicht-Spieler-Charaktäre (auch non-player-characters genannt). Dies können z.B. Menschen oder Tiere aber auch richtige Monster wie Trolle oder Drachen sein.
Im Folgenden ein einfaches Beispiel (Zeilen, die mit > anfangen, sind die Kommandos, die der Spieler eintippt). Wenn man in einem Raum "look" ausführt, so sieht man z.B. folgendes [
Alle Beispiele sind dem MUD Xyllomer entnommen.] :> look
This is an open place south of the main street of Atlanta. South of you,
there is a weaponry, west of it is a building site for a second shop.
There are two obvious exits: north, south.
An apple tree.
Die "obvious exits" zeigen die Richtungen an, in die man sich bewegen kann, um zu den angrenzenden Räumen zu gelangen (hier durch das Tippen von "north" bzw. "south").
Man kann in diesem Raum bestimmte Dinge unternehmen, z.B. sich etwas näher anschauen oder bestimmte Aktionen unternehmen.
> look at tree
A big apple tree with some nice red apples.
> pick apple from tree
You pick an apple from the apple tree.
> eat apple
You eat an apple.
3.1.3 Unterschied zwischen players und wizards
In einem MUD gibt es zwei Typen von Spielern. Mortals sind die eigentlichen Spieler, während die wizards die Programmierer sind. Ein MUD ist nämlich kein starres Spiel in dem Sinne, daß es zuerst programmiert wird und dann gespielt werden kann, sondern ein MUD wird ständig im Zusammenspiel von wizards und mortals umgestaltet. Neue Räume und Objekte werden eingebaut, andere gelöscht, Fehler behoben und so weiter. Desweiteren wachen die wizards auch über die Einhaltung der Spielregeln (siehe 3.3.1)
Die Grenze zwischen wizards und mortals ist aber oft nur hauchdünn, da viele wizards auch einen mortal character haben und selbst mitspielen, während umgekehrt mortals auch die Möglichkeit haben, wizard zu werden.
In MUDs sind gleichzeitig wizards und mortals präsent und können miteinander kommunizieren, weswegen die wizards auf ihre Programmierungen immer ein Feedback haben und die mortals wissen, an wen sie sich mit Vorschlägen oder Problemen wenden können.
Wizards sind aber nicht direkt Teil des Spieles, sie stehen regelnd außerhalb bzw. "über den Dingen". Auch für sie gelten Regeln, mit denen sie sich selbst kontrollieren, und die ihre Macht eingrenzen.
Im Folgenden wird der Spielcharakter – wizard oder mortal – eines Spielers, zur besseren Unterscheidung vom Charakter (die Charaktereigenschaften) des Spielers, character genannt.

Zur Abbildung 2: Ein Spieler (auch player genannt) kann verschiedene characters haben, darunter (höchstens) einen wizard und mehrere mortals.
3.1.4 Kurze Geschichte der MUDs
Um MUDs verstehen zu können, sollte man deren Geschichte zumindest als Abriß kennen.
Die Vorform von MUDs sind Textadventures und Brett-Rollenspiele. Textadventures sind textbasierte Computerspiele, die allerdings nur einen Spieler erlaubten. Das erste textbasierte Abenteuerspiel wurde Anfang der 70er Jahre erfunden. Darauf aufbauend wurden andere Spiele programmiert, in denen teilweise Spieler zusammen in Teams gegen Monster kämpfen konnten, allerdings nur in lokalen Netzwerken.
Brettrollenspiele, deren bekanntester Vertreter AD&D (Advanced Dungeons & Dragons) ist, sind Rollenspiele, die in kleinen Spielergruppen mit Papier, Stift und Würfeln gespielt werden.
Der Name MUD taucht zum ersten mal 1978 auf. Ein Student experimentierte in Essex am einem Universitätsrechner mit einem Einzelplatz-Textadventure und baute es für mehrere Spieler um. Dieses Spiel wurde MUD1 (Multi User Dungeon One) genannt.
MUD1 erfreute sich steigender Beliebtheit, war aber zunächst nur für Studenten der Universität in Essex erreichbar. Da es ständig erweitert wurde, stieß man recht bald an die Grenzen der Belastbarkeit. Es wurde schließlich völlig neu umprogrammiert und an das Internet angeschlossen. Hiermit entstand das erste Internet-Spiel. Dieses MUD2 existiert heute noch.
Auf der Basis des MUD2-Programms entstanden alle anderen MUDs, sie entwickelten sich weiter, und heute gibt es viele verschiedene Arten von MUD. Inzwischen gibt es über 700 MUDs in verschiedenen Ländern und Sprachen, und es werden ständig mehr.
3.1.5 Verschiedene MUD-Systeme
Wie schon erwähnt, entwickelten sich die Programmierformen von MUDs auseinander, aber auch die Zielsetzungen der einzelnen MUDs unterscheiden sich.
Es gibt da zunächst die ursprünglichen MUDs, von denen die meisten in dem Genre Fantasy anzusiedeln sind. Aus MUDs entstanden mehrere Unterarten wie MUSHes, MOOs und MUSes.
MOOs (MUDs Object Orientated) und MUSHes (Multi User Shared Hallucination) sind den MUDs ähnlich, aber mit Unterschieden in der Programmierung und teilweise anderen Spielintentionen. MUSes sind eher wissenschaftlich orientiert. Die meisten MUSes sind als Lehr- und Lernumgebung geplant, es gibt MUSes für Schulen und wissenschaftliche Projekte.
Außerdem gibt es inzwischen auch grafikorientierte MUDs, welche sich aber von den eigentlichen MUDs weit unterscheiden und auch noch in der Entwicklung sind, so daß sie in dieser Arbeit nicht behandelt werden.
Aber auch die eigentlichen MUDs haben sich auseinander entwickelt. Es gibt z.B. Fantasy-, SF- und historische MUDs, die zum Teil großen oder aber auch keinen Wert auf Rollenspiel legen etc. In sogenannten friendly-MUDs wird Konflikten zwischen den characters aus dem Weg gegangen, während in playerkilling-MUDs characters sich gegenseitig töten können (/müssen).
3.1.6 Ein MUD als Beispiel zur näheren Betrachtung: Xyllomer
Da sich jedes MUD vom Aufbau und der Spielintention her unterscheidet, habe ich ein spezielles MUD zur näheren Betrachtung herangezogen. Das MUD Xyllomer schien mir dafür gut geeignet zu sein, da es stark ausgeprägte Sozialstrukturen hat und zusätzlich durch die Möglichkeit des playerkillings (Xyllomer ist allerdings kein reines playerkilling-MUD) zusätzliches Interaktions- und Konfliktpotential enthält.
Die Besonderheiten des MUDs Xyllomer werden im folgenden näher beleuchtet.
Das MUD Xyllomer existiert ca. seit 1990 und läuft auf einem privaten Rechner in Paderborn und ist durch die dortige Universität an das Internet angeschlossen. [
Der Rechner gehört dem Verein "Xyllomer, Verein zur Foerderung der Bildung und Internationaler Kontakte im Internet e.V.". http://www.xyllomer.de/club.html, siehe auch 3.3.1]Xyllomer simuliert eine mittelalterliche Fantasy-Welt mit Magie, Elfen, Zwergen und Drachen. Elemente aus verschiedenen Fantasy-Romanen wurden eingewoben und sind – leicht verändert – ein Teil der MUD-Welt, z.B. ist die Gilde der Satai aus einem Romanzyklus von Wolfgang Holbein entnommen. Die Sprache des MUD Xyllomer ist Englisch, weswegen es ein internationales MUD mit Spielern aus der ganzen Welt ist (im Gegensatz dazu gibt es z.B. MUDs in deutscher Sprache, die daher nur deutschsprachigen Spielern zugänglich sind).
3.2.1 Der character
Wie schon in Punkt 3.1.3 erklärt, teilen sich die characters der Spieler in mortals und wizards auf. Besonders von den mortals wird konsequentes Rollenspiel erwartet. Der Spieler muß seine Persönlichkeit von der seines characters trennen und diesen als eigenständige Persönlichkeit agieren lassen.
Wizards sind davon meist ausgenommen, da sie durch ihre gottähnlichen Fähigkeiten außerhalb der eigentlichen Spielwelt und damit der meisten Regeln stehen, aber auch wizards können ihre eigene Persönlichkeit, sich von der des players unterscheidend, haben. [
Wizards können das Spielgeschehen jederzeit beeinflussen, indem sie die Welt verändern und ihre Bewohner steuern. Sie können in ihrer Eigenschaft als Programmierer Dinge erschaffen, zerstören oder abändern.]Als Spieler kann man sich zu Beginn des Spieles verschiedene charakter-Attribute aussuchen. Neben Namen und Geschlecht wählt man sich eine Rasse (Mensch, Zwerg, Elf, Fee oder Gnom) aus und bestimmt sein Aussehen (hier werden zwei Attribute aus einer Liste ausgewählt, z.B. "thin-armed tiny" oder "melancholy pointy-eared").
Die Gestaltung der Persönlichkeit des characters bleibt dem Spieler überlassen. Meist entwickelt diese sich während des Spieles. Ein Rahmen wird durch die Auswahl von Gilde(n) und Gott gesetzt, aber theoretisch kann sich ein character (innerhalb der Grenzen des MUDs) frei entfalten.
3.2.2 Kommunikation im Xyllomer
Es gibt im Xyllomer mehrere Kommunikationsebenen, über die die characters untereinander agieren können. Zunächst besteht die Möglichkeit, sich mit den characters zu unterhalten, die im selben Raum stehen (Befehl say) und gewisse Gefühlsäußerungen auszudrücken wie z.B. Lächeln, Umarmungen, Schulterzucken, Ohrfeigen, Weinen und vieles mehr. Diese emotes werden durch das einfache Tippen der gewünschten Aktion erzeugt. Ein Beispiel:
> laugh
> You laugh.
Wenn der handelnde character z.B. Sidi genannt wird, erscheint bei den anderen Spielern auf dem Bildschirm:
Sidi laughs.
Aber auch Adverbien zur Differenzierung können eingebaut werden.
> grin happily
You grin happily.
Für die anderen Anwesenden:
Sidi grins happily.
Es gibt eine Vielzahl von emotes, die so benutzt werden können. Für ein Lächeln/Lachen kann man z.B. unter folgenden Kommandos auswählen: laugh, giggle, smile, cackle. snicker, chuckle oder grin. Wenn diese Liste nicht ausreicht, kann der Spieler immer noch auf ein frei gestaltbares Emote auswählen. Bei dem Befehl "emote" kann alles, was mit dem eigenen Namen beginnt, ausgedrückt werden.
Bei
> emote tries to hide a smile.
Sidi tries to hide a smile.
Die anderen characters wissen aber nicht automatisch, wie die Person heißt, die ihnen "gegenübersteht". Bei einer Begegnung sieht man nämlich zuerst nur die selbstgewählten Attribute, die der Spieler bei der Character-Erschaffung seinem character zugedacht hat (siehe 3.2.1.). Erst wenn man den Namen des anderen weiß (bzw. den Namen, unter dem sich das Gegenüber vorstellt), kann man sich ihn "remembern". [
Ein Beispiel für ein "Gespräch" im Xyllomer befindet sich in Anhang B (Beispiel 1).]Im Xyllomer gibt es noch weitere Kommunikationsformen, z.B. den tell, mit dem man einzelne andere characters erreichen kann, die sich nicht im Raum befinden. Ein tell ist telepathisch und kostet daher den sendenden character mentale Energie. Diese Option kann allerdings nur von characters genutzt werden, die entweder magische Fähigkeiten oder bestimmte magische Gegenstände besitzen.
Außerdem haben die meisten Gilden eine telepathische guildline, mit Hilfe derer sich jedes Gildenmitglied mit allen anderen verständigen kann.
Es ist durchaus üblich, daß im Xyllomer mehrere Unterhaltungen parallel und völlig unabhängig voneinander geführt werden. Man kann sich z.B. mit den anderen characters im gleichen Raum über den neuesten Klatsch unterhalten, zusätzlich mit einer anderer Person via tell ein intimes Gespräch führen und außerdem auf der guildline über Angelegenheiten der Gilde reden. In der Realität sind solche parallelen Konversationen eher selten. Man kann auf einer Party vielleicht an mehreren Gesprächen teilhaben oder mit einer Person telefonieren, während man gleichzeitig mit anderen Menschen im Raum redet, aber so völlig unabhängig voneinander finden auch diese Unterhaltungen nicht statt.
Da es mitunter schwer ist, sich an solche multiplen Kommunikationen zu gewöhnen, kann es vorkommen, daß man sich vertippt und z.B. etwas auf der guildline sagt, das man eigentlich privat einer Person anvertrauen wollte. So können lustige – aber mitunter auch peinliche – Situationen entstehen.
Die bisher vorgestellten Kommunikationsformen finden alle in-character statt, d.h. es ist Kommunikation unter den characters. Eine andere Ebene der Kommunikation sind out-of-character-Gespräche, d.h. Unterhaltungen der Spieler untereinander, die auch innerhalb des Spieles stattfinden können – aber eben out-of-character.
Diese beiden Ebenen sind vergleichbar mit den Kommunikationsebenen in einem Theater. Die Schauspieler spielen einerseits ihre Rollen, können sich aber auch als Menschen untereinander unterhalten.
3.2.3 Bewegung durch das MUD
Um einen kurzen Einblick in das Spiel zu gewinnen, werden ein paar einfache Aktionsmöglichkeiten innerhalb des MUDs erläutert. Um im MUD Handlungen durchzuführen, muß der Spieler für seinen character bestimmte Befehle eingeben (wie das "eat apple" in 3.1.2).
Die wichtigsten Befehle sind (neben den Kommunikationsbefehlen) die Kommandos zum Bewegen, zum Aufnehmen von Gegenständen, das An- und Ausziehen von Kleidung / Rüstung sowie das Angreifen.
Bewegung:
Im Xyllomer bewegt man sich hauptsächlich durch das Eintippen der gewünschten Himmelsrichtung. Ein Beispiel:
The southern part of the market place.
The marketplace continues to the north, west and east.
Tenaos Avenue begins in the south.
There are six obvious exits: east, north, northeast, northwest, south, west.
> south
You are on Tenaos Avenue.
To the north you see the marketplace, full of life, and Tenaos Avenue continues to the south. There is a stone with a bronze plaque here and a tree standing beside it.
To the west is the Post Office and to the east you see the Town Hall
of Padorn.
There are four obvious exits: east, north, south, west.
Der Spieler hatte die Wahl zwischen sechs Himmelsrichtungen, in die er gehen konnte. Hier wurde die Richtung Süden (south) gewählt. Von dort aus hat er nun die Wahl, wieder nach Norden (north) zu gehen oder in eine der anderen angegebenen Richtungen, z.B. nach Westen in die Post.
Außerdem gibt es oft noch versteckte Ausgänge, oder es müssen bestimmte Aktionen ausgeführt werden, um in einen Raum zu gelangen, wie z.B. "crawl through hole" oder "enter crack" etc.
Das inventory:
Beim Tippen des Befehls "inventory" bekommt der Spieler alle Dinge aufgelistet, die sein character bei sich trägt:
> inventory
You are wielding a knife.
You are wearing a golden ring, a greenish metal medallion, a leather trousers, a pair of green elven boots, a silver circlet with a crystal and a toga with the symbol delta.
You are carrying a silver coin, a clock, an emerald ring, five apples and a small pouch.
Diese Auflistung zeigt, die Kleidung des characters, was er momentan bei sich trägt sowie daß er ein Messer gezückt hält. Durch "take" (Aufnehmen), "drop" (Dinge ablegen) "give" (Dinge anderen characters geben) kann man sein inventory verändern. Außerdem kann man durch wear (anziehen) bzw. remove (ausziehen) Kleidung an- und ablegen.
Es gibt noch viele weitere Kommandos, um mit seinen Besitzgegenständen umzugehen, z.B.:
> unwield knife
You unwield a knife.
> put coin in pouch
You put a silver coin into a small pouch.
Kämpfen:
Um für das Kämpfen ausgerüstet zu sein, braucht der character Waffen und Rüstung. Man kann theoretisch jedes Lebewesen im Xyllomer angreifen, sei es nun ein Kaninchen, ein Monster, einen anderen Spieler oder eine Stadtwache. Durch das simple Eintippen von z.B. "kill goblin" fängt man einen Kampf mit dem gewählten Ziel an.
Ein Beispiel für einen solchen Kampf befindet sich in Anhang B (Beispiel 2).]Je nach eigener Kampfstärke und der Stärke des Gegners dauert ein Kampf länger oder kürzer. Man kann auch gegen mehrere Monster gleichzeitig antreten. Auch mehrere characters können im Team kämpfen. Manchmal endet der Kampf mit dem eigenen Tod. Im Gegensatz zum wirklichen Leben bedeutet dies aber nicht das Ende des Spieles, sondern ein character kann sich von Priestern wiederbeleben lassen (resurrection). Er verliert jedoch dadurch einiges an Macht und Stärke, die jedoch wiedererlangt werden können. Außerdem müssen die characters auch essen und trinken und sich ausruhen, wenn sie müde sind (Müdigkeit tritt allerdings nicht periodisch auf, sondern nur, wenn der character sich angestrengt hat).
3.2.4 "Ziel" des Spiels
MUDs sind Spiele, in denen es kein Ende im Sinne von Gewinnen oder Verlieren gibt. Man kann endlos daran teilnehmen, ohne daß es je einen Punkt gibt, an dem es kein Weiterspielen mehr gibt.
Das eigentliche "Ziel" in MUDs ist, es seinen character möglichst stark und mächtig zu entwickeln. Dies geschieht durch das Sammeln von Erfahrung. Die Erfahrung, die ein character durch Kämpfen und Quests (s. u.) gewinnt, wird (unsichtbar für den Spieler) in Punkten gespeichert. Je mehr experience points desto höher der Level (in dem folgenden Beispiel ist der Level "Journeywoman") und desto mächtiger der character. Der Spieler sieht den Level (und andere Informationen) seines characters mit Hilfe des Befehls "stats", z.B.:
> stats
|
Player: Obsidian |
Guild: Psionics |
|
Email : Kathrin.Boelter@sowi.uni-giess |
Age: 2 days 2 hours 50 minutes 49 s |
STATS
You are a powerful, quick, sturdy, bright, learned and brave pale dark-haired female elf.
Prefs set to STR: 10, DEX: 10, CON: 10, INT: 19, WIS: 20, DIS: 19
Your ratio of experience added to exp skill is 0 % now.
You are capable of carrying 88% more than your current inventory.
Your fitness condition is perfect.
You believe that you are nice. You believe in Tharandil.
Quests sind für das Erlangen von Erfahrung im Xyllomer unentbehrlich. Eine Quest ist grob gesagt eine Aufgabe, die der character bewältigen muß. Meist muß er einem non-player-character (npc) helfen. Ein typischer Questanfang ist, daß der character irgendwo einen npc mit einem bestimmten Problem antrifft. Der character kann ihn fragen, wie er ihm helfen kann, woraufhin der npc mehr Informationen gibt und sagt, was der character tun soll. Meist soll ihm ein bestimmter Gegenstand gebracht werden, was meist zahlreiche Abenteuer und oft auch Kämpfe erfordert.
Für das Bestehen einer Quest gibt es experience points. Eine Quest kann immer wieder von den verschiedenen Spielern gelöst werden, aber von jedem character nur ein Mal.
Es gibt characters, die alle Quests im Xyllomer gelöst haben und auch schon unzählige kills verbuchen können. Diese characters sind nahezu unsterblich und haben das eigentliche Spielziel schon erreicht, da es ab einem bestimmten Level keine weiteren experience points mehr gibt. Doch diese characters stehen immer noch im Wettstreit untereinander. Außerdem ist das Rollenspiel für sehr mächtige characters besonders interessant, da sie sehr einflußreich sind und somit meist hohes Ansehen genießen (siehe 4.2.4).
3.2.5 Soziale Gruppen im Xyllomer
Neben Quests und Kämpfen bietet das Xyllomer eine ausgeprägte soziale Struktur, die das Spiel interessanter macht – und die die eigentliche Grundlage für diese Arbeit darstellen.
Als character-Vorgaben kann man sich, wie anfangs beschrieben, u.a. Geschlecht und Rasse auswählen. Die verschiedenen races sind nach den gängigen Fantasy-Mustern gestaltet, d.h. Zwerge sind stur und grobschlächtig, Gnome listig und verschlagen etc. Innerhalb dieses Rahmens bleibt die Gestaltung der Persönlichkeit des characters frei wählbar. Je nach Spieler werden die characters mehr oder weniger getreu nach diesen Rollenklischees gestaltet. Früher oder später treten die characters meistens in eine der verschiedenen Gilden ein (sofern sie aufgenommen werden).
Gilden
Folgende Gilden existieren in Xyllomer: Mages, Satai, Bards, Warshrikes, Clerics of Rokoon, Priests of Huitzilopochtli, Pick Pockets, Necromancer, Healers, Psionics und Razza Warriors.
All diese Gilden haben verschiedene Beziehungen zueinander, die teilweise aus den Regeln, aber auch aus dem Verhalten der Gildenmitglieder her resultieren. Z.B. arbeiten die Clerics of Rokoon eng mit den Satai zusammen. Die gemeinsamen Feinde sind besonders die Priests of Huitzilopochtli, aber auch die Necromancer und oft die Diebe.
Wenn Gilden sich feindlich gesonnen sind, kann es auch zu Kriegen kommen, sogenannten "guildwars". Hierbei ist kein Kampf auf einem Schlachtfeld gemeint, sondern jede Gilde versucht, der anderen möglichst stark zu schaden, dies aber nicht unbedingt im Kampf.
Generell gibt es einen Konflikt zwischen "gut" und "böse", wobei hauptsächlich die Satai und Clerics of Rokoon bestimmen, was als "gut" und was als "böse" anzusehen ist. Dieser Konflikt wird aber auch durch die verschiedenen Religionen bestimmt.
Götter
Im Xyllomer ist die Welt der Götter folgendermaßen aufgebaut: Auf der guten Seite steht Rokoon, der Gott des Lebens, und auf der Seite des Bösen steht Bhaal (teilweise altorientalischer Mythologie entnommen), der Gott des Todes und der Zerstörung. Anhänger von Bhaal sehen sich selbst aber nicht unbedingt als böse an. Wie schon erwähnt, wird die Unterteilung in good und evil hauptsächlich aus Sicht der Satai und Clerics of Rokoon vorgenommen.
An Rokoons Seite stehen weitere "gute" Götter (z.B. Swarnigul und Dualdin). Es gibt auch neutrale Götter wie Orades und Tharandil.
Ein weiterer "böser" Gott ist Huitzilopochtli (entnommen der Mythologie der Azteken), Gott von Blut und Blitzen. Seine Anhänger bringen ihm u.a. andere characters als Opfer dar, weswegen Anhänger dieses Gottes fast überall gehaßt und gefürchtet sind.
Es existieren noch verschiedene andere Götter, aber die genannten sind die wichtigsten.
Zwischen den Anhängern der verschiedenen Göttern kann es auch zu Kriegen kommen, wobei diese aber meist auch mit Gildenkonflikten verbunden sind. Es kann aber auch gildenintern zu Religionskonflikten kommen; dies ist bei den Magiern sehr ausgeprägt. Nach außen hin ist diese Gilde neutral, doch die Mitglieder, die teilweise fanatic good oder aber auch fanatic evil sind, tragen ständig interne Diskussionen und Konflikte aus.
Gesinnung
Die Gesinnung eines characters hängt also hauptsächlich von Religion und Gilde ab, wobei es auch hier zu internen Konflikten kommen kann (siehe 4.1.). Desweiteren muß unterschieden werden zwischen der Gesinnung, die ein character durch sein Rollenspiel zeigt (siehe 4.1.4) und dem programmtechnisch zugewiesenen alignment, welches u.a. dadurch bestimmt wird, ob der character Monster (oder andere characters) mit guten bzw. bösem alignment tötet. Auch durch Stehlen sinkt dieses alignment.
In Xyllomer ist der Konflikt zwischen "gut" und "böse" allgegenwärtig. Er ist Hintergrund für die meisten Gilden- und Religionskriege.
Gerichte
Wie im wahren Leben gibt es in der virtuellen Welt Xyllomer Gesetze, welche durch Gerichte festgelegt werden.
Jeder character kann in einer selbstgewählten Stadt Bürger (citizen) werden und an der Wahl zum lokalen Richter (judge) teilnehmen (oder sich selbst aufstellen lassen). Die gewählten Richter wählen ihrerseits den obersten Richter, den sogenannten Master of the Rolls.
Dieser oberste Richter legt die Gesetze fest, die auf der ganzen Welt Xyllomer gelten, während die lokalen Richter die Gesetze der jeweiligen Regionen bestimmen.
Mord und Stehlen sind verboten, und offiziell haben z.B. Necromancer in den meisten Städten keine Rechte, d.h. sie dürfen keine Geschäfte und keine Lokale betreten.
An Gerichten (courts) können characters schriftlich Anklage gegen andere characters erheben. Die Angeklagten können sich ebenfalls schriftlich verteidigen, und auch Zeugen können dort Stellungnahmen abgeben. Der Richter beschließt dann über den Fall und spricht den Angeklagten entweder frei oder bestraft ihn.
Die Bestrafung besteht im Normalfall aus einer Geldstrafe, die an das Gericht und/oder den Betroffenen gezahlt wird. In Extremfällen kann der Schuldige auch aus der Stadt verbannt werden oder ein Todesurteil wird verhängt (wobei hier zu beachten ist, daß der Tod in Xyllomer nicht permanent ist).
Die Rechtsprechung in einzelnen Fällen hängt von den Richtern ab. Theoretisch wäre es möglich, daß der Richter selber "böse" ist, aber da im Xyllomer die "guten" characters überwiegen, haben nur solche Richter eine Chance, die sich konform der Vorstellungen der Gilde der Satai verhalten. Es gibt allerdings auch Fälle von Richtern, die z.B. der Diebesgilde angehören und ihren Posten für die Interessen ihrer Gildenmitglieder ausnutzen. Wenn dies unauffällig geschieht, können sie damit über längere Zeit hinweg erfolgreich sein.
Familie
Im Xyllomer gibt es auch privatere soziale Strukturen, wie z.B. die Familiengründung.
Es gibt die Möglichkeit, innerhalb des MUDs zu heiraten, Häuser zu bauen (diese werden von wizards programmiert) und sogar die Möglichkeit, Kinder zu bekommen, gibt es (auch diese werden von wizards – als non-player-characters – programmiert).
Diese Optionen werden nicht von allen characters genutzt, da viele players andere Schwerpunkte für ihr Rollenspiel setzen (siehe 4.2.3). Außerdem hängt z.B. der Hausbau vom finanziellen Erfolg des characters ab (und von guten Beziehungen zu den wizards, die das Haus programmieren sollen).
Neben den genannten sozialen Strukturen wäre als weiteres interessante Beispiel die Zeitung des MUDs zu nennen. Es gibt characters, die die Rolle der Reporter übernehmen und über wichtige Geschehnisse berichten oder andere characters interviewen. Auch Leserbriefe erscheinen in den unregelmäßig erscheinenden Ausgaben des "Padorn Newspaper" (Padorn ist die größte und wichtigste Stadt in Xyllomer).
3.2.6 Roleplay im Xyllomer
Das MUD Xyllomer ist eine virtuelle Realität, eine Phantasiewelt, die sich von der realen Welt in wichtigen Bereichen unterscheidet. Wie schon erwähnt, ist Xyllomer eine mittelalterliche Fantasy-Umgebung mit verschiedenen humanoiden Rassen und Magie.
Allein schon aus diesen Gründen ist besonderes Rollenverhalten nötig, um sich angemessen zu verhalten.
Xyllomer ist ein MUD, das ausdrücklich Rollenspiel verlangt. Die Spieler sollten sich Gedanken über den Charakter ihrer characters machen, das heißt über ihre Einstellungen, ihr Verhalten und auch über ihre Herkunft und bisheriges Leben.
Manche Spieler beschreiben ihre characters ganz genau und können sich gut in sie hineinversetzen. Sie leben sozusagen mit ihren characters mit. Andere Spieler legen auf Rollenspielaspekte nur wenig Wert, was zu Problemen führen kann, wenn sie zu sehr aus ihrer Rolle fallen.
Je nach der angenommenen Rolle gibt es bestimmte Erwartungshaltungen an den character. Eine gewisse Kontinuität in Verhaltensweisen wird ebenso erwartet wie die Einhaltung bestimmter Normen. Es würde z.B. völlig aus der Rolle fallen, wenn ein Satai einem Necromancer beim Kampf gegen Clerics of Rokoon helfen würde.
Wenn der Spieler dieses Satai keine sehr guten Gründe für das Verhalten seines characters findet, wird er eventuell Probleme mit den wizards bekommen, die als Administration über die Spielregeln wachen.
Die Normen im Xyllomer unterscheiden sich in einigen Punkten von denen der realen Welt. Doch Stehlen und Töten sind auch ungern gesehen, ebensowenig wie Beleidigungen und andere Belästigungen.
Sanktionen gegen abweichendes Verhalten werden meist sofort verhängt, dabei ist Selbstjustiz häufig. Wenn ein character merkt, daß er beklaut wurde, kommt es vor, daß er den Dieb jagt und sogar umbringt, obwohl dies eigentlich durch Gesetze verboten ist. Diese Selbstjustiz wird übrigens nicht so sehr von der "Gesellschaft" im Xyllomer verurteilt wie in der Realität.
Neben den Sanktionen der Gerichte gibt es auch Sanktionen innerhalb der Gilden, die von hochrangigen Gildenmitgliedern (wie dem Gildenmeister) an Rangniedere verhängt werden, dies sind z.B. Degradierung oder sogar der Rauswurf aus der Gilde.
Es kann auch eine Gilde gegen andere (Einzelpersonen oder andere Gilden) Sanktionen beschließen. Wenn ein z.B. guildmember angegriffen wurde, kann auf diese Weise eine effektive Sanktionskoalition gebildet werden.
3.3 in-character und out-of-character (ic und ooc)
3.3.1 Regeln für die Spieler
Die Hauptregeln im MUD sind:
Auf der Xyllomer homepage steht außerdem:
Enforcement of rules is entirely up to the discretion of the arches and keepers. Even here, interference from the arches and keepers will be kept to the absolute minimum possible.
Use your common sense, play fair, enjoy and let others enjoy the game! Show that you are mature enough to live in a (virtual) world with few rules! [
http://www.xyllomer.de/rules.html]
MUDs – wie auch das Xyllomer – werden üblicherweise von einer Administration geleitet, die sich aus hochrangigen wizards (arches und keepers) zusammensetzt. Xyllomer wird finanziell von den Verein "Xyllomer, Verein zur Förderung der Bildung und Internationaler Kontakte im Internet e.V." unterstützt. Die Mitglieder dieses Vereines sind die Administration. Xyllomer läuft auf einem Computer, der von diesem Verein bezahlt und unterhalten wird.
Playerkilling ist zwar nicht verboten, aber es gibt auch hier einige Normen. Es wird z.B. von keiner Seite gerne gesehen, wenn ein starker character einen Neuling (newbie) killt. Sowieso werden newbies meist von allen Parteien im Xyllomer freundlich behandelt.
3.3.2 Kommunikation der Spieler im und außerhalb des MUD
Innerhalb des MUDs Xyllomer gibt es nicht nur Möglichkeiten für die characters, untereinander zu kommunizieren sondern auch für die Spieler, direkt miteinander zu reden. Theoretisch ist jedes Kommunikationsmittel, das die characters benutzen können, auch für eine Bemerkung eines Spielers zum anderen erlaubt, wenn deutlich gekennzeichnet ist, daß dies out-of-character war. Normalerweise wird dies durch ein "<OOC>" am Anfang der Satzzeile getan.
Im selben Raum ist zusätzlich explizit eine out-of-character-Unterhaltung mit dem Kommando @say (statt say) möglich. Die anderen Mitspieler im Raum bekommen dann angezeigt, daß dieser Kommentar out-of-character war.
Via guildline werden üblicherweise out-of-character-Bemerkungen so weit wie möglich außen vor gelassen, besonders, wenn sie für das Spiel nicht wichtig sind.
Zum Beispiel ist es nicht verboten, daß sich zwei Spieler out-of-character über einen Kinofilm unterhalten, aber sie sollten dies nicht vor anderen Spielern bzw. über die guildline tun.
Solche Kommentare sind zwar nicht explizit verboten, sind aber ein Normenverstoß. Andere Spieler können darauf sehr ärgerlich reagieren, da sie sich in ihrem Rollenspiel oft empfindlich gestört fühlen.
Typische out-of-character-Sätze handeln z.B. von Verbindungsschwierigkeiten. Eine langsame Verbindung wird "lag" (Verzögerung) genannt. Wenn ein Spieler die Leitungsschwierigkeiten zum MUD hat und diese kurzzeitig verliert, heißt das im Internet-jargon "linkdead" (tote Verbindung).
Über diese beiden im MUD alltäglichen Probleme wird z.B. via out-of-character-Kommentar geredet, oder auch darüber, daß der Spieler für kurze Zeit den Computer verläßt. Ein Beispiel:
<OOC>: Shortterm: afk, sec
Hier sagt der Spieler des characters Shortterm, daß er für kurze Zeit afk ("away from keyboard") ist. Es würde gegen die Norm verstoßen, dem während dieser Zeit wehrlosen character (da ja der Spieler des characters nicht reagieren kann) Schaden zuzufügen, etwa, ihn anzugreifen oder auszurauben.
Die Spieler kommunizieren auch außerhalb des MUDs miteinander. Es gibt z.B. einen IRC-channel (siehe 2.4.4), in dem sich manche players während dem Spielen nebenher aufhalten und sich über das Spiel unterhalten.
Es kann vorkommen, daß zwei Spieler, die innerhalb des MUDs versuchen, sich gegenseitig umzubringen, sich gleichzeitig in dem channel freundschaftlich unterhalten, da sie zwischen ihren character und sich selbst unterscheiden. Außerdem gibt es für die Spieler natürlich noch andere Kommunikationsformen wie Emails und Treffen (hier besonders MUD-Partys, siehe 4.3.1.).
3.3.3 Mehrere characters (seconds)
Häufig hat ein Spieler mehrere characters im gleichen MUD. Er muß diese streng voneinander unterscheiden und darf nicht das Wissen eines characters auf seine anderen übertragen, z.B. geheime Gildeninformationen. Es ist in Xyllomer streng verboten, mit mehr als einen character gleichzeitig zu spielen, es muß mindestens eine halbe Stunde zwischen dem Ausloggen des einen und dem Einloggen des nächsten characters vergehen (um Mißbrauch/cheating zu verhindern).
Wenn ein Spieler seine characters A und B jeweils völlig verschieden ausspielt, ihnen eine eigene Persönlichkeit gibt, dann wird A automatisch einen anderen Freundeskreis haben, als B, vielleicht ist der beste Freund von A sogar der ärgste Feind von B.
3.3.4 cross-gender-characters
Häufig spielen players auch characters des jeweilig anderen Geschlechts, z.B. um Erfahrungen mit dieser Art von Rollenspiel zu machen. Dies sind sogenannte cross-gender-characters. Auch in anderen Kommunikationsforen des Internets gibt es solchen Geschlechtertausch, doch meistens wird es nicht gerne gesehen, seine Identität auf diese Weise zu verbergen.
Im Xyllomer sind cross-gender-characters jedoch völlig normal. Solange das Rollenspiel stimmt, ist es im Xyllomer egal, wer der Spieler ist, der an der Tastatur sitzt.
Einige Erfahrungen, die beide Geschlechter mit dem Rollentausch machen, werden mit der Auswertung meines Fragebogens (siehe 5.5) dargestellt.
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